Entstehung

Darmkarzinome wachsen nicht von einem Tag auf den anderen, sondern ganz langsam im Laufe der Jahre. Meist spüren Sie nichts davon. Der Körper sendet ihnen jedoch einige Warnzeichen, die sie beachten sollten (siehe unter Vorsorge).

Die Ursachen für eine Entstehung von Darmkrebs sind nicht eindeutig belegt. Das Risiko für eine Darmkrebserkrankung nimmt im Alter zu. Diskutiert wird, dass bestimmte Risikofaktoren wie Veranlagung für Darmkrebs, immer chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, wie z. B. Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, und auch eine falsche Ernährung eine wesentliche Rolle spielen können.
Bekannt ist heute, dass Darmkrebs auf der Basis von gutartigen Polypen (sog. Adenome) entsteht. Dies erklärt, wie sinnvoll die Vorsorgeuntersuchung mit Koloskopie und Abtragung der Polypen ist. Sollten in diesen Polypen Krebszellen entstehen, so können diese zu diesem Zeitpunkt endoskopisch entfernt werden. Hat sich aber bereits ein bösartiger Tumor entwickelt, der die Darmwand befallen hat, so kann der Tumor nur noch durch eine Operation entfernt werden.

Darmtumore entstehen meistens aus den Drüsenzellen der Darmschleimhaut. Solange der Tumor noch klein ist, bleibt er an seinem Ort. Mit zunehmendem Wachstum dringt er in die darunter liegende Darmwand ein und befällt schließlich auch angrenzendes Gewebe und Lymphknoten. Dabei können sich einzelne Zellen von dem Geschwulst lösen und in die Blutbahn und Lymphgefäße abwandern. Mit dem Blut- und Lymphstrom gelangen die Krebszellen in andere Organe. Dort können sie sich als Tochtergeschwülste (Metastasen) ansiedeln und erneut vermehren.